Erstellt am 11. Oktober 2016, 06:24

von Bernhard Schiesser

Warum echte Wiener lieber renovieren. Bernhard Schiesser über die Träumereien von einem neuen Nationalstadion im Wiener Prater.

Das oft als altehrwürdig titulierte Ernst-Happel-Stadion ist mittlerweile vor allem eines: alt! Stadionkomfort und Hospitality-Bereich genügen nicht mehr den gängigen Standards. Das limitiert den ÖFB in seiner Entwicklung, wie auch dessen Geschäftsführer Bernhard Neuhold im NÖN-Interview zugibt.

Im Vorfeld der Heim-EM 2008 wurde eine Riesenchance verpasst, Österreichs Fußball in puncto Infrastruktur zukunftsfit zu machen. Das Prateroval wurde renoviert, die Probleme damit vertagt. Nicht zuletzt aufgrund der Erfolge der Nationalelf wird wieder von einem neuen Nationalstadion geträumt. Wiens Bürgermeister Michael Häupl und der ehemalige Sportminister Gerald Klug spielten sich lange in Tiki-Taka-Manier die Bälle zu.

Der einzige mit Zug aufs Tor in dieser Causa ist ÖFB-Präsident Leo Windtner. Neue Hoffnung kam mit Sportminister Hans Peter Doskozil, der als Macher gilt. Doch der alleine wird nicht reichen. Es braucht die Stadt, die allerdings erst in Hütteldorf und Favoriten zwei Stadien subventionierte. Die wahrscheinlichste Variante für den Prater: Lasst die Maler kommen! Es wird frisch gestrichen! Oder wie der legendäre Edmund Sackbauer einst sagte: „Renoviert wird!“ Echt wienerisch halt …