Erstellt am 09. August 2016, 08:01

von Michaela Fleck-Regenfelder

Wie dem Museum sein „Land“ abhanden kam. Michaela Fleck über neue Namen und alte Fragen für Niederösterreichs Kultur häuser – die altbekannten wie die neu gebauten.

Einfach ist sie nie, die Frage nach dem Namen. Das gilt für Menschenbabys ebenso wie für Kulturprojekte. Jüngstes Beispiel: das Landesmuseum. Das heißt auch in Zukunft Museum (ist es ja auch). Nur das Land, das hat man ihm jetzt gestrichen. Aus dem Vornamen. Im Nachnamen hieß es und heißt es Niederösterreich. Museum Niederösterreich also.

Aber: Museen gibt’s viele in NÖ. Landesmuseum gab’s nur eines. Das eine muss jetzt sein Logo, seine Homepage, seine Kontaktadressen ändern. Und wohl auch den Namenszug hoch über seinem vor gar nicht so langer Zeit neu gestalteten Eingangsportal. Ach ja, und zwei Häuser hat es in Zukunft auch noch. Ein Haus der Natur (das mit den Hechten & Hirschen und Bären & Bäumen). Und ein Haus der Geschichte (ab Herbst nächsten Jahres).

Warum es für all das einen neuen Namen braucht, ist nicht wirklich schlüssig. Genauso wenig, warum das neue Kunstmuseum an der Kremser Kunstmeile Galerie heißen soll. Oder warum das Badener Stadttheater Bühne Baden heißen sollte (und heute noch immer jeder Stadttheater sagt). Vielleicht sollte man über Namen genauso lange nachdenken wie über Inhalte. Oder die fragen, die beides nützen sollen: das Publikum…