Erstellt am 23. August 2016, 07:40

von Michaela Fleck-Regenfelder

Zahlen, Zahlen, Zahlen oder: Wie viel ist viel?. Michaela Fleck über Zahlenspiele, Rekordversuche und andere Erfolgsmaßstäbe unter Niederösterreichs Kulturstandorten.

120.000 Besucher. Egal, ob die jetzt zum Teil doppelt gezählt sind oder nicht: Von solchen Zahlen können andere nur träumen.
Das Frequency, das heuer zum 16. Mal im St. Pöltner Green Park über die Bühnen ging, schafft das an gerade einmal vier Tagen. NÖs gesamtes Theaterfest kommt mit allen, die unter dem Vereinsdach spielen (heuer sind das 22) zur Halbzeit Ende Juli auf 168.100 gebuchte Tickets. Aber: Ist das viel?

Für manche war das eindeutig zu wenig. Für andere ziemlich viel. Die Festspiele Reichenau, die allerdings seit sieben Jahren nicht mehr zum Theaterfest gehören, zählten heuer in viereinhalb Wochen 41.883 Besucher in 122 ausverkauften Vorstellungen. Die Oper Klosterneuburg freut sich mit 10.450 Gästen über eine der erfolgreichsten Saisonen. Bruno Max’ Theater im Bunker, das noch bis 4. September spielt und restlos ausverkauft ist, ist mit 3.000 Zuschauern im Schnitt voll ausgelastet. Und das gerade zehn gewordene Festival Grafenegg hat mit 15.000 Besuchern im ganzen Sommer angefangen. Und kommt heute auf über 45.000.

Viel ist das alles. Nur eben für jeden anders. Woraus sich schließen lässt, dass Zahlen allein wenig über Erfolge sagen. Der Applaus derer, die dabei waren, wohl noch eher …