Erstellt am 21. Juni 2016, 06:45

von Anita Kiefer

Kritik ist hier bestimmt nicht angebracht. Anita Kiefer über die erste Berufsmesse für geflüchtete Menschen in Wien.

Gelebte Integration funktioniert am besten und nachhaltigsten über den Arbeitsmarkt. Dieses Motto scheinen die beiden niederösterreichischen Initiatoren der ersten Berufsmesse für geflüchtete Menschen chancen:reich zu verfolgen.

Sie stellen mit einem 16-köpfigen Team von Ehrenamtlichen Ende Juni diese spezielle Jobmesse auf die Beine. Rund 3.000 geflüchtete Menschen – so die Schätzung der Initiatoren – werden sich bei der Messe nach einem Job am heimischen Arbeitsmarkt umsehen. Etwa 50 Unternehmen werden auf der Messe vertreten sein. Sie sind bereit, diesen Menschen einen Job anzubieten – darunter auch NÖ Unternehmen wie Rewe und doka.

Sollten angesichts der schwer angespannten Stimmung, was das Thema Flüchtlinge betrifft, Kritiker an der Messe auf den Plan gerufen werden, sei diesen gleich im Vorfeld gesagt: Die Menschen, die sich dort nach einem Job umsehen, sind ohnehin dazu berechtigt, in Österreich zu bleiben. Das mag einigen mehr, anderen weniger gefallen, ist aber ein Fakt. Es macht also Sinn, diese Menschen so rasch als möglich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Mit einem Job bekommen sie eine Aufgabe, verbessern ihre Sprachkenntnisse, finden sozialen Anschluss und zahlen Steuern. Das alles ist nur zu befürworten.