Erstellt am 29. Dezember 2014, 09:33

von Thomas Jorda

Kunst kostet eben – ein Geben und Nehmen. Thomas Jorda über das kommende Jahr, in dem die Kunst nicht weniger wichtig sein wird, als sie es bisher war. Und ebenso Unterstützung braucht.

Das neue Jahr steht bevor; ob es ein gutes wird? Antworten auf diese Frage überlassen wir den Auguren mit den Glaskugeln, den Meistern der Umfragen, den Formulierungskünstlerinnen der Horoskope. Was immer da gesagt und vorhergesagt wird, Politik und Wirtschaft halten sich trotzdem nicht daran.

Was das mit Kunst zu tun hat? Mehr, als manche glauben. Denn die schöpferische Kraft künstlerischen Schaffens, die Kreativität und der Gestaltungswille reger Geister beeinflussen nicht nur das Leben des Einzelnen, sondern ebenso die Verfasstheit von Gesellschaft, Staat und Wirtschaft. Im Gegenzug braucht Kunst die Unterstützung der Politik und das Geld der Wirtschaft. Kunst kostet eben auch, ein Geben und Nehmen.

Wer da spart, spart an der falschen Stelle. Wenn etwa der Kunstminister das Wiener Völkerkundemuseum (nun Weltmuseum genannt) gegen ein Haus der Geschichte eintauschen will, zeigt, dass er nicht verstanden hat, dass beides notwendig ist.

In Niederösterreich funktioniert die Förderung von Kunst noch, da wird nicht populistisch eines mit dem anderen aufgerechnet. Hoffen wir, es bleibt auch nächstes Jahr so!