Erstellt am 18. Mai 2016, 08:24

von Thomas Jorda

Mut zur Meinung.

So spannend war es noch nie. David gegen Goliath, Gut gegen Böse, Ukraine gegen Russland. Bis zur letzten Minute blieb offen, wer das Rennen beim 61. Song Contest machen würde. Dann triumphierte die wunderbare ukrainische Opernsängerin Jamala mit ihrem tatarisch vorgetragenen Titel „1944“.

Darin erzählt sie von der Deportation der Krimtataren durch Josef Stalin. Und wies in Interviews immer auf die aktuellen Bezüge hin.

Jamala machte mit großem Mut aus dem Song Contest eine hochpolitische Veranstaltung mit extremem Gänsehautfaktor. Und bewies eindrucksvoll, dass diese gigantische Show keineswegs überholt oder entbehrlich ist. Wenn die Menschen dort sich trauen, Stellung zu beziehen, dann sind sie ein Vorbild für Europa!

Und „unsere“ Zoë? Die war nicht mutig, aber entzückend. Die Jurys schlugen sie weit unter ihrem Wert. Dafür wurde sie vom Publikum geliebt und reichlich mit Stimmen versorgt. Danke Europa! Wir mögen Zoë auch sehr.