Erstellt am 05. Juli 2016, 03:34

von Bernhard Schiesser

Der gut versteckte Europacup-Auftakt. Bernhard Schiesser über den unmöglichen Termin der Partie Admira gegen Myjava.

Die Verlautbarung der offiziellen Zuschauerzahl bei Admiras Europa League-Auftritt war eine der letzten Amtshandlungen von Alexander Friedl. Der General Manager wechselte mit 1. Juli zum LASK. 1.270 Besucher – so gab es Friedl jedenfalls an die Journalisten weiter – kamen am Donnerstag in die St. Pöltner NV Arena. Eh gar nicht mal so peinlich wenige, wie zu befürchten war.

In der Südstadt wird gerade die von der Bundesliga vorgeschriebene Rasenheizung eingebaut. Der Termin für die notwendige Adaptierung der Infrastruktur war geplant, lange bevor sich die Admiraner für den Europacup qualifizierten. Unglücklich, aber jedenfalls nicht zu verhindern, dass die Südstädter für ihr Europacup-Comeback nach St. Pölten ausweichen mussten.

Dass die Partie aber bereits um 17 Uhr angepfiffen wurde, war alles andere als Pech. Der ORF diktierte den Termin weg vom Hauptabend, um offenbar des Fußballfans zuletzt so EM-verwöhntes Auge nicht zu beleidigen.

Das kann man so sehen. Ignorant gegenüber dem heimischen Fußball ist es aber allemal. Vielleicht sollten sich künftig Sender um Europacuprechte bemühen, denen die Partie Admira – Spartak Myjava nicht peinlich ist.