Erstellt am 18. Juli 2017, 05:23

von Bernhard Schiesser

Die Kompetenz ist da, der Wille nicht. Bernhard Schiesser über die fehlende konstruktive Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaft und ÖFB.

Die Fußballergewerkschaft „Vereinigung der Fußballer“ (VdF) schießt einmal mehr scharf gegen den Österreichischen Fußballbund. Aktueller Anlass: Die neuen Transferbestimmungen (adaptierte Berechnung der Ausbildungsentschädigung und kostenloser Wechsel für Spieler ab 28) seien laut VdF-Vorsitzenden Gernot Zirngast ein rechtlich unhaltbarer „Murks“. ÖFB-Generalsekretär Thomas Hollerer verteidigt – eh klar – das neue Regulativ. Zwischen VdF und ÖFB knistert die Luft. Dabei sind die regelmäßigen Gewitter entbehrlich, schließlich sollten beide Parteien das Gleiche im Sinn haben. Fakt ist, dass der Fußballnachwuchs finanziert werden muss. Und zwar so, dass er für alle sozialen Schichten leistbar bleibt.

Wer schon das Vergnügen hatte, mit Zirngast in medias res zu gehen, weiß danach nicht nur seine Lebenszeit wieder viel mehr zu schätzen, sondern merkt auch, dass der Gewerkschafter Ahnung von der teils hochkomplizierten Materie hat. Mit diplomatischerem Auftreten seitens der VdF und aufrichtiger Bereitschaft seitens des Fußballverbandes, die vielen Graubereiche im Amateurfußball transparent zu machen, müsste da eigentlich was gehen. Zum Wohle des Fußballs…