Erstellt am 10. Oktober 2017, 02:57

von Bernhard Schiesser

Schöttel wurde in den Fehlstart geschubst. Bernhard Schiesser über die schlechte Außendarstellung seitens des ÖFB.

Teamchef Marcel Koller und Sportdirektor Willi Ruttensteiner haben in den vergangenen Jahren viel richtig gemacht und auf den verschiedensten Ebenen dafür gesorgt, dass der heimische Fußball in der Moderne ankam.

Dass beide jetzt vom ÖFB-Präsidium abgesetzt wurden, lässt sich dennoch begründen. Koller war nicht mehr erfolgreich, Ruttensteiner moderierte seine Taten und Pläne verbandsintern ungenügend. Und ja, es gehört zu seinen zentralen Aufgaben, die Landesverbände und deren Präsidenten bei der Stange zu halten. Sie finanzieren großteils den Laden. Abkanzeln lassen sich die honorigen Herren aus den Bundesländern nur, solange Arnautovic & Co. gewinnen. Tun sie das zu selten, ist – wie eben erlebt – Schluss mit lustig.

Viele befürchten jetzt einen Rückfall in dunkle Zeiten der Freunderlwirtschaft und Inkompetenz. Das muss nicht sein. Der neue Sportdirektor Peter Schöttel kann einen noch besseren Job machen als sein Vorgänger. Er kann auch einen noch besseren Teamchef aus dem Hut zaubern als sein Vorgänger. Er hat das Auftreten, die Erfahrung und die Kompetenz dafür. Bitter: Das zu vermitteln, ging bei der Antrittspressekonferenz gründlich daneben. Eine mehr als entbehrliche Hypothek …