Erstellt am 23. Mai 2017, 03:00

von Bernhard Schiesser

St. Pölten ist immer noch nicht gerettet. Bernhard Schiesser über den Abstiegskampf in der Tipico Bundesliga.

Der SKN St. Pölten hat die Auswärtspartie in Ried überstanden. Für das 1:1, nach katastrophaler Leistung vor der Pause, war aber ein Kraftakt notwendig. Und ein Traumtor von Marco Perchtold. Das Durchatmen im Wolfsrudel nach dem Schlusspfiff im Innviertel hatte Dampflokdimensionen.

Doch Vorsicht, aufatmen können die St. Pöltner noch nicht. Die vier Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Ried klingen komfortabler, als sie tatsächlich sind. Die Innviertler haben mit dem Auswärtsspiel in Altach – derzeit das wohl formschwächste Bundesligateam – und der Heimpartie gegen sorgenfreie Mattersburger ein Restprogramm, das sechs Punkte nicht unwahrscheinlich macht. St. Pölten bräuchte dann also gegen den WAC und Rapid noch zumindest einen Sieg, um sicher durch zu sein. Ein Punkt am Donnerstag im Heimspiel gegen die Kärntner kann zu wenig sein, will man sich ein Herzschlagfinale im Hütteldorfer Allianz Stadion ersparen.

Die St. Pöltner haben in dieser Saison immer dann geliefert, wenn ihnen das Wasser bis zum Hals oder darüber hinaus stand. Das Problem zwei Runden vor Schluss: Der Wasserspiegel sank durch das 1:1 in Ried auf Brusthöhe.