Erstellt am 14. Juni 2016, 07:00

von Bernhard Schiesser

Nur noch Djokovic ist eine Nummer zu groß. Bernhard Schiesser über die rasante Entwicklung von Tennis-Shootingstar Dominic Thiem.

Es vergeht keine Woche ohne Highlight von Dominic Thiem.

Der Tennis-Shootingstar aus Lichtenwörth wechselte nach wochenlangem Spielen – und Siegen – auf Sand scheinbar mühelos auf Rasen. Beim ATP-Turnier in Stuttgart schlug er den für viele besten Tennisspieler aller Zeiten, Roger Federer. Der siebenfache Wimbledon-Sieger präsentierte sich nach Verletzungspause zwar nicht in Topform, Federer auf seinem Lieblingsuntergrund zu besiegen, ist trotzdem ein Privileg, das nur einer Handvoll Tennisspielern vergönnt war.

Alle Experten sahen in Thiem schon lange einen kommenden Weltklassespieler, viele von ihnen gar die zukünftige Nummer eins der Welt.

Dass der 22-Jährige in diesem Jahr aber derart durchstartet und zur Saisonhalbzeit in der Weltrangliste auf Platz sieben klettern würde, das hatte niemand auf dem Zettel.

Der Grund dafür: Natürlich hat Thiem seine Schläge weiter verbessert, die größten Fortschritte machte er aber im mentalen Bereich. In engen Partien packt er dann sein bestes Tennis aus, wenn es darauf ankommt.

Derzeit scheint nur Branchenprimus Novak Djokovic für ihn außer Reichweite. Früher oder später wird sich das ändern. Entwickelt sich Thiem derart rasant weiter, dann eher früher.