Erstellt am 26. April 2016, 06:44

von Thomas Jorda

Prägender Einsatz für die Kunst im Land. Thomas Jorda über den bald scheidenden künstlerischen Leiter des Landesmuseums, der aber weiter als Konsulent in Kunstfragen tätig bleibt.

Sag zum Abschied leise Servus … Aber halt, ganz so schlimm ist es nicht. Immerhin wird zwar bald ein wichtiger Spieler der niederösterreichischen Kunstszene das Spielfeld verlassen, uns aber nicht ganz verloren gehen.

Carl Aigner, geboren 1954 in Ried im Innkreis, war von 1997 bis 2003 künstlerischer Leiter der Kunsthalle Krems und von 2001 bis 2016 des Landesmuseums Niederösterreich. Nun, nachdem sich die Kunst vom Landesmuseum mit einer letzten Ausstellung verabschiedet hat, zieht sich auch Aigner auf die Position eines künstlerischen Konsulenten zurück. Ausdruck dieses neuen, für ihn sicher nicht leichten Schrittes: Bei der Vernissage der letzten von ihm kuratierten Ausstellung trat Aigner am Freitag kahl geschoren vor die Gäste. Ein Mann der Kunst setzt eben auf visuelle Signale und Botschaften.

Auch wenn er uns nicht abhanden kommt, soll hier doch ein knappes Résumé seiner Arbeit gezogen werden. Nicht nur, dass er viele Jahre die beiden wichtigsten Kunsthäuser des Landes erfolgreich geleitet hat. Sein unbeirrbarer persönlicher Einsatz für die schier unzähligen kleinen und kleinsten Kunstaktivitäten im Land, hat ihn in den vergangenen Jahren unverzichtbar gemacht. Die Kunst in Niederösterreich hätte ohne ihn ein anderes, viel weniger beeindruckendes Gesicht.