Erstellt am 18. Mai 2016, 05:04

von NÖN Redaktion

Registrierkasse: Lockerung für Vereine?. Wie denkt ihr darüber? Diskutiert mit und stimmt ab!

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PRO:
Hans Gartner, Präsident des NÖ Fußballverbandes

Ja, jede Änderung bei der Registrierkassenpflicht wäre eine Erleichterung für viele Vereine! Der Vorschlag von Finanzminister Hans Jörg Schelling, bei der Reform der Registrierkassenpflicht eine Anhebung der Umsatzgrenze von 15.000 Euro auf 30.000 Euro anzustreben, halte ich prinzipiell für sinnvoll.
Viele kleine Vereine, deren Mitglieder ja ehrenamtlich in ihrer Freizeit arbeiten, schrecken durch diese Vorlagen zurück. Eine Anhebung der Umsatzgrenze würde für eine Vereinfachung für die breite Masse stehen. Das wäre ein riesen Schritt. Natürlich wünscht man sich, dass auch noch mehr gehen würde, aber man muss gegenüber den Wirten auch fair bleiben. Irgendwo muss eine Grenze gezogen werden und diese mit 30.000 Euro halte ich für fair.




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KONTRA:
Mario Pulker, Obmann Fachverband der Gastronomie

Nur wenige Themen polarisieren in Österreich derart stark wie die Einführung der Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht. Während sich die Gastronomie über weite Strecken mit der neuen Rechtslage arrangiert hat, fürchten nun viele Vereine aufgrund der Steuerreform um ihre Finanzierung und fordern für ihre Veranstaltungen Erleichterungen vom Gesetzgeber. Genau in diesem Punkt ist aber Vorsicht geboten, denn nicht jeder Verein ist wirklich gemeinnützig im Sinne des Gesetzes! Wer nicht gemeinnützig ist, darf nicht begünstigt behandelt werden, sonst kommt es unweigerlich zu Wettbewerbsverzerrungen. Das sollte der Gesetzgeber bei der aktuellen Diskussion im Hinterkopf behalten, wenn er die Wirte nicht erneut massiv belasten will.