Erstellt am 30. März 2016, 06:04

von Anita Kiefer

Rekordpreis – aber es gibt eine gute Nachricht. Anita Kiefer über die stetige Teuerung des Honigs in den vergangenen Jahren.

Der heimischen Biene geht es seit Jahren an den Kragen – und den Konsumenten in direkter Konsequenz an die Geldbörse. Das jahrelange Bienensterben hat die Anzahl der heimischen Völker von 38.000 im Jahr 2011 auf aktuell 35.000 sinken lassen.

Und das hat natürlich Auswirkungen auf die Honig-Erträge und damit auf die Preise für denselben. Der Honig ist aktuell nämlich so teuer wie noch nie. Schon in den vergangenen Jahren kletterte der Honigpreis stetig und rapide in die Höhe. Den größten Preissprung gab es von 2014 auf 2015. Kostete ein Kilo Honig im Jahresdurchschnitt 2014 noch 8,95 Euro (ab Hof und ohne Umsatzsteuer), waren es 2015 bereits 11,33 Euro. Im Jänner 2016 kletterte der Honigpreis gar auf zwölf Euro pro Kilogramm hinauf.

Die gute Nachricht: Ende 2015 wurde bekannt, dass die Bienen sich langsam wieder erholen. Maßnahmen wie das Verbot von Neonicotinoiden durch die Europäische Union zeigen Wirkung. Auch der anhaltende Imker-Boom – immer mehr Österreicher sind hobbymäßig als Imker tätig – könnte mithelfen, zumindest in Zukunft die heimische Bienenzahl wieder zu steigern. Was sich hoffentlich verhältnismäßig rasch auf die Erträge und in direkter Konsequenz dann wieder auf die Preise für Honig auswirkt.