Erstellt am 12. April 2016, 05:34

von Anita Kiefer

Schockbilder: Wenn es funktioniert, gerne.. Anita Kiefer über die Schockbilder, die ab Mai auf Zigarettenpackungen gedruckt werden müssen.

Schwarze Lungen, Raucherbeine, verfaulte Zähne - an diese Bilder werden sich Österreichs Raucher gewöhnen müssen. Denn ab Mai 2016 setzt Österreich die EU-Tabakrichtlinie um, nach der unter anderem zwei Drittel von Zigarettenpackungen mit Warnhinweisen und Schockbildern bedruckt werden müssen. Tabakprodukte, die vor dem 20. Mai 2016 produziert wurden, dürfen zwar noch bis Mai 2017 verkauft werden, dann aber gibt es auf jeder Zigarettenpackung Warnhinweise und Schockbilder.

Gleich vorneweg: Dramatisch gesenkt werden die Raucherzahlen durch die Umsetzung dieser Richtlinie wohl nicht. Starke und überzeugte Raucher werden weder das umfassendste Rauchverbot noch großflächig mit Schockbildern und Warnhinweisen bedruckte Zigarettenpackungen vom Rauchen abhalten. Aber vielleicht halten sie den ein oder anderen Jugendlichen davon ab, mit dem Rauchen zu beginnen. Oder geben einem Raucher, der schon mit dem Gedanken spielt, aufzuhören, den letzten Stein des Anstoßes.

Wenn es funktioniert, gerne. Die Aufdrucke auf den Zigarettenpackungen tun ja niemandem weh. Wenn die Schockbilder und Warnhinweise auch nur eine Handvoll (potenzieller) Raucher davon abhalten, ihrem Laster zu frönen, haben sie ihren Zweck erfüllt.