Erstellt am 11. April 2017, 02:40

von Anita Kiefer

Angebot und Nachfrage zusammenführen. Anita Kiefer über die aktuellen Entwicklungen am heimischen Arbeitsmarkt.

Endlich kann der heimische Arbeitsmarkt aufatmen. Erstmals nach durchgehend 62 Monaten steht vor der Zahl der Arbeitslosen für den März 2017 in Niederösterreich anstelle eines Plus ein Minus. Wenn auch nur ein kleines – inklusive Schulungsteilnehmer -0,2, exklusive -1,8 Prozent. Natürlich, es war im Vergleich zum Vorjahr ein besonders milder März (also gut für die Baubranche). Und die Zahl der Schulungsteilnehmer ist außerdem im Vergleich zum März 2016 um zehn Prozent gestiegen.

Dennoch: Der Arbeitsmarkt entspannt sich, wenn auch nur leicht. Und es ist gut und eigentlich unumgänglich, dass Politik, Unternehmen und Arbeitsmarktservice sofort auf diesen Entspannungs-Zug aufspringen und alles tun, um neue Arbeitsplätze zu schaffen bzw. zu verorten, Qualifikation zu heben und Menschen zu beschäftigen.

Auffällig ist in den März-Zahlen des AMS NÖ die Zahl an gemeldeten offenen Stellen. Das Plus von 68,1 Prozent auf 7.640 offene Stellen in NÖ ist exorbitant hoch – und zeigt, dass die Anforderungen an Arbeitskräfte nicht mit dem vorhandenen Arbeitskräftepotenzial zusammenpasst. Dieses Missverhältnis zu lösen wird neben der Flüchtlingsintegration am Arbeitsmarkt die große Herausforderung in diesem Zusammenhang sein.