Erstellt am 26. Juli 2016, 05:00

von Walter Fahrnberger

Chancen für Tourismus und Arbeitsmarkt. Walter Fahrnberger über die Krisen in ausländischen Urlaubsdestinationen und mögliche Auswirkungen auf Niederösterreich.

Die jüngsten Unruhen in der Türkei und die Anschläge in Nizza verstärken den Trend, dass immer mehr Österreicher den Urlaub in ihrem Heimatland verbringen. Das eröffnet neue Chancen für den Tourismus – auch in Niederösterreich.

Mit über vier Millionen Nächtigungen wurde bereits im Sommer 2015 ein Rekordergebnis erzielt. Das dürfte laut Niederösterreich-Werbung heuer noch einmal getoppt werden. Ein Plus von 100.000 Nächtigungen wird bis Jahresende erwartet. Der blau-gelbe Genuss-, Kultur- und Radtourismus ist gefragt.

Trotz des Booms hat die Branche mit einer Sorge zu kämpfen: Gastronomie- und Tourismusbetriebe finden nur schwer heimische Arbeitskräfte. Das klingt in Zeiten von Rekordarbeitslosigkeit absurd, ist aber Realität. Schon bei der Lehre zählen die Berufe Koch und Kellner zu jenen mit den meisten offenen Stellen.

Wie die Wirtschaftskammer meldet, würden willige Arbeitskräfte sogar ohne einschlägige Ausbildung engagiert. Qualifiziertem Personal in führenden Positionen winken tolle Gehälter.

Doch leider oft wirkungslos. Abschreckend sind in der Branche vor allem die unregelmäßigen Arbeitszeiten. Dabei ist Flexibilität am Arbeitsmarkt immer wichtiger. Und bei dem Trend in Gastronomie und Tourismus bedeutet dies fast so viel wie eine Jobgarantie.