Erstellt am 06. Februar 2018, 01:35

von Anita Kiefer

Ein Ansatz, über den man nachdenken kann. Anita Kiefer über den Vorschlag von Wirtschaftskammer-Präsident Leitl, Unternehmen eine Prämie zu zahlen, wenn sie Asylberechtigte beschäftigen.

Anreize schaffen ist meist ein guter Weg, um Sinnvolles oder Erwünschtes durchzusetzen. Dieses Prinzip könnte auch funktionieren, wenn es um die Beschäftigung von Asylberechtigten geht. Hier hat Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl in der Vorwoche mit einem Vorstoß aufhorchen lassen.

1.000 Euro pro Monat sollen Unternehmen in der EU für jeden Asylberechtigten erhalten, den sie ausbilden und beschäftigen – und das drei Jahre lang. Die Mittel davor sollen aus dem Topf des EU-Kohäsionsfonds stammen. Leitl spricht sich im selben Atemzug aber auch dafür aus, dass Langzeitarbeitslose Hilfen aus dem Fonds für Arbeit und Soziales bekommen – damit sich Einheimische nicht benachteiligt fühlen.

Natürlich muss die Idee noch weiter gedacht werden – etwa, für welche Art von Berufen diese Förderung gelten soll. Grundsätzlich ist sie aber zu begrüßen. Denn die anerkannten Asylwerber sind ja berechtigt zu arbeiten. Das heimische Sozialsystem muss sie ohnehin unterstützen – da macht es natürlich mehr Sinn, Beschäftigungsmaßnahmen zu unterstützen. Außerdem ist richtig, was Leitl sagt – eine Integration ohne die Betriebe wird schwierig bis unmöglich. Arbeit ist ja ein Schlüssel zur Integration. Daher ist jede sinnvolle Förderung in diesem Bereich gut.