Erstellt am 04. Juli 2017, 03:00

von Anita Kiefer

Härtere Regeln sind zu begrüßen. Anita Kiefer über die neuen Bestimmungen zur Probezeit für Führerschein-Neulinge.

Laut Verkehrsclub Österreich reagiert jemand, der mit dem Handy am Steuer telefoniert, so schlecht wie Alko-Lenker mit 0,8 Promille. 105.000 Personen wurden im Vorjahr beim Telefonieren am Steuer erwischt, das sind vier Mal so viele wie Lenker unter Alkoholeinfluss. Und: Die altersmäßig größte Gruppe derer, die 2016 mit dem Pkw im Straßenverkehr verunglückt sind, ist die Gruppe der 15- bis 24-jährigen Personen mit knapp 7.000 Verunglückten.

Auch wenn in letzterer Zahl Mitfahrer eingerechnet werden, sind diese Fakten Grund genug, um die mit 1. Juli in Kraft getretenen Neuerungen beim sogenannten Probeführerschein zu begrüßen. Ab jetzt dauert die Probezeit drei anstelle von zwei Jahren. Außerdem ist Telefonieren am Steuer ab jetzt ein Delikt für Führerschein-Neulinge. Wird gegen ein solches Delikt verstoßen, verlängert sich die Probezeit um ein weiteres Jahr und die Lenkerin oder der Lenker muss eine verkehrspsychologische Nachschulung absolvieren.

Zu Recht. Handy-Telefonieren gilt als Kavaliersdelikt, ist aber einer der größten Faktoren, der im Straßenverkehr ablenkt. Gerade junge Lenker und Führerscheinneulinge sollten also ein Bewusstsein dafür entwickeln, wie fatal die Folgen einer derartigen Ablenkung sein können. Notfalls auch mit Strafe.