Erstellt am 18. Mai 2017, 11:39

von Anita Kiefer

Keine Techno-, sondern eine Tempo-Panik. Anita Kiefer über immer neue Ausdrucksweisen der fortschreitenden Digitalisierung.

Die Wiener Linien testen in der Seestadt Aspern 2018 den ersten selbstfahrenden Bus. Der Online-Handelsriese Amazon rührt kräftig die Werbetrommel für seine digitale Sprachassistentin „Alexa“. Das sind nur einige populäre Beispiele dafür, dass die Digitalisierung immer weiter voranschreitet. Das bietet Chancen für den Arbeitsmarkt, das ist hinreichend bekannt.

Christian Helmenstein, der Chefökonom der Industriellenvereinigung, brachte es beim Industrieforum unter dem Titel „Techno -Panik – werden wir wegdigitalisiert?“ auf den Punkt: „Es braucht Menschen, die im digitalen Zeitalter reüssieren können.“ Dass dabei auf Jene, die sich schwer tun, mit der sich verändernden Arbeitswelt Schritt zu halten, nicht vergessen darf, wie Arbeiterkammer NÖ-Präsident Markus Wieser beim Industrieforum klarlegte, ist klar und wichtig.

Dass alles daran gesetzt werden muss, dass Digitalisierung vorangetrieben wird und Österreich sich als Wirtschaftsstandort entsprechend positioniert, ist ebenfalls klar. Wir sollten eher eine Tempo- anstelle einer Techno-Panik haben, so Christian Helmenstein. Er habe die Angst, dass wir in Österreich nicht schnell genug sind, die Digitalisierung zu nutzen. Diese Angst ist begründet: Denn dann sind nicht nur einige Gruppen Verlierer der Digitalisierung – sondern ein ganzes Land.