Erstellt am 21. März 2017, 02:23

von Anita Kiefer

Pendeln macht Spaß, wenn das Netz passt. Anita Kiefer über die Anzahl an Jahreskartenbesitzern für den Öffentlichen Verkehr in Niederösterreich.

Jeder vierte Haushalt in NÖ hat zumindest eine Jahreskarte für den öffentlichen Verkehr. Das geht aus einer Erhebung der Statistik Austria hervor. Laut Verkehrsclub Österreich haben 169.000 der über 700.000 Haushalte in NÖ eine Jahreskarte. 2015 waren es um 27.500 Jahreskarten mehr als noch 2010. Den absoluten Spitzenreiter in dieser Statistik – die Bundeshauptstadt Wien mit einem Anteil an Jahreskartenbesitzern in der Bevölkerung von 64 Prozent – kann NÖ zwar wohl nie schlagen. Für ein Flächenbundesland ist das aber dennoch ein respektabler Wert.

In NÖ sind ÖBB, Westbahn, Növog und natürlich auch die Busanbieter also bereits auf einem guten Weg. Eine höhere Frequentierung des öffentlichen Verkehrs ist eine Win-win-Situation für alle Beteiligten: Die Nutzer ersparen sich im Vergleich zum Individualverkehr Geld und die Strapazen durch die hohe Konzentration, die das Lenken eines Fahrzeugs mit sich bringt. Die Bereitsteller nehmen natürlich umso mehr Geld ein, je mehr Kunden sie befördern. Auch die Umwelt wird geschont. Eines muss aber natürlich gegeben sein, damit die Rechnung aufgeht: Ein gut ausgebautes Netz an Öffis, wie es etwa entlang der Westbahnstrecke zwischen Wien, St. Pölten und Amstetten bereits vorhanden ist. Hier macht Pendeln wirklich Spaß.