Erstellt am 07. Juni 2016, 05:20

von Anita Kiefer

Wann wird endlich gegengesteuert?. Anita Kiefer über die steigende Anzahl an Unternehmenspleiten in Österreich.

Dunkin Donuts. Die Wiener Neudorfer Zaruba GmbH. Der Bau-Zulieferer Blech & Kanttechnik GmbH. Decotime. Diese prominenten Unternehmen aus Niederösterreich oder wie bei Dunkin Donuts mit einer Filiale in Niederösterreich haben allein im letzten Monat Insolvenz angemeldet. Diese Liste lässt sich bundesweit um noch weitere bekannte Namen erweitern, etwa um den Grazer Reifenhändler Reifen Ruhdorfer oder die Druckerei Theiss aus Kärnten, um nur einige Beispiele zu nennen. Wie gesagt, es handelt sich bei diesen Fällen allesamt um Insolvenzen ab Anfang Mai.

Was Wirtschaftsforscher im Vorjahr prophezeit haben, tritt also ein – die Insolvenzen werden mehr. Wir erinnern uns: Schon im ersten Quartal stiegen die Unternehmensinsolvenzen um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Ein Trend, der sich wohl im zweiten Quartal 2016 fortsetzen wird. Und dieser Trend wird sich auch auf den Arbeitsmarkt auswirken – immerhin waren im ersten Quartal 2016 um 33 Prozent mehr Dienstnehmer von Firmeninsolvenzen betroffen als noch 2015.

Die Frage, die dabei immer lauter wird: Wann kommen endlich die Maßnahmen vonseiten der Politik, die die Wirtschaft ankurbeln und den Arbeitsmarkt entspannen?