Erstellt am 24. Mai 2016, 14:18

von NÖN Redaktion

War die diesjährige Mathematik-Zentralmatura unfair?. Wie denkt ihr darüber? Diskutiert mit und stimmt ab!

 |  NOEN, spiber.de/Shutterstock.com
x  |  NOEN, Paul Gruber (Schülerunion)

PRO:
Maximilian Gnesda, Bundesschulsprecher

In meinen Augen ist es nicht vergleichbar und fair, wenn der eine Maturant ein Computerprogramm für die Mathematik-Matura verwenden darf und der andere nur einen einfachen Taschenrechner. Hier müssen einheitliche Standards geschaffen werden. Denselben Unterschied gibt es auch bei der Verwendung von Wörterbüchern in Deutsch. Es macht sehr wohl einen Unterschied, ob ich die Matura mit Rechtschreibprogramm am Computer schreibe oder mit der Hand und ohne Wörterbuch. Bei unserer Umfrage haben 75 Prozent angegeben, die Deutsch-Matura mit der Hand verfasst zu haben. Von diesen 75 Prozent hätten 60 Prozent die Matura lieber mit dem Computer geschrieben. Hier muss auf die Wünsche der Maturantinnen und Maturanten eingegangen werden.



x  |  NOEN, BIFIE

KONTRA:
Jürgen Horschinegg, Direktor des Bundesinstituts für Bildungsforschung

Durch aufwendige Qualitätssicherungsmaßnahmen arbeiten wir ständig daran, dem Ziel einer fairen Prüfung gerecht zu werden. So wurden auch die heurigen Matura-Aufgaben vorab im Rahmen der „Feldtestung“ überprüft: Abschulklassen der vergangenen Jahre haben diese Beispiele bearbeitet, die Antworten wurden vom BIFIE ausgewertet. Dabei hat sich gezeigt, dass sie mit der gleichen Wahrscheinlichkeit gelöst wurden, wie die Matura-Aufgaben des Vorjahrs. Anschließend wurden sie nochmals von Didaktikern und Mathematikern überprüft und für in Ordnung befunden. Wie die Prüfung tatsächlich ausgefallen ist, wissen wir erst, wenn wir die offiziellen Ergebnisse haben – unsere Prozesse sind jedenfalls darauf ausgerichtet, faire Voraussetzungen zu schaffen.