Erstellt am 21. September 2015, 09:18

von Martin Gebhart

Wenn die Parteibrille im Hintergrund bleibt. Martin Gebhart über die Halbzeit-Bilanz des Arbeitsübereinkommens von ÖVP und SPÖ.

Wenn die beiden Klubobmänner von ÖVP und SPÖ, Klaus Schneeberger und Alfredo Rosenmaier, an einem Tisch sitzen, kann man kaum auf den Gedanken kommen, dass irgendetwas das Arbeitsübereinkommen zwischen den beiden Parteien ins Wanken bringen könnte. Und beide haben es bislang auch geschafft, dass heikle Themen letztlich gemeinsam angegangen wurden.

Bis hin zu einer einheitlichen Linie bezüglich der Veranlagung der NÖ Wohnbaugelder. Ein Thema, das in der Periode davor das ewige Streitthema gewesen war. Das ist jetzt – trotz Oppositionskritik – aus den Schlagzeilen. Selbst die Gemeinderatswahlen brachten die Zusammenarbeit nicht ins Wanken.

Allerdings: So einfach, wie es den Anschein hat, ist das politische Zusammenleben von ÖVP und SPÖ nicht. Speziell bei den Sozialdemokraten hätten manche gerne eine härtere Linie. Auch im Hinblick auf die Landtagswahl im Jahr 2018.

Was dagegen spricht, dass diese Falken die Oberhand gewinnen: Das gute persönliche Verhältnis zwischen Klaus Schneeberger und Alfredo Rosenmaier. Und dass beide Bürgermeister sind. Da sieht man die großen Pro-bleme immer pragmatischer und drängt die Partei-Ideologie in den Hintergrund.