Erstellt am 15. März 2016, 06:24

von Thomas Jorda

Wer vieles bringt, bringt manchem was. Thomas Jorda über die drei großen Ausstellungen, die noch diese Woche eröffnet werden und dem Publikum ein reiches Osterangebot bieten.

Ostern, das höchste Fest der Christenheit. Ostern, ein Termin, der Angst und Schrecken verbreitet. Wenigstens bei den Menschen, die Ausstellungen machen.

Denn es gilt die Regel, dass zu den hohen Festtagen die Menschen nach der langen Winterszeit erstmals wieder hinaus aufs Land fahren (wenn denn das Wetter passt), Schneeglöckchen den Garaus machen, Bärlauch pflücken – und vielleicht eine Ausstellung mitnehmen. Mit anderen Worten: Wer zu Ostern ausstellungsmäßig noch nicht auf dem Markt ist, hat schon verloren.

Das Pech in diesem Jahr ist, dass Ostern besonders früh kommt. Kein Wunder also, wenn die drei großen Ausstellungen dieses Jahres in nur einer Woche, in den Tagen vor Palmsonntag eröffnet werden. Erst die Schau über Franz Joseph in Schloss Niederweiden, dann die Siebziger auf der Schallaburg und schließlich Stonehenge in Mistelbach.

Aber sehen wir das positiv, immerhin ermöglicht das Gedränge dem interessierten Publikum, aus dem Vollen zu schöpfen. Jungsteinzeit, 19. Jahrhundert, Siebzigerjahre, alles zwar historische Themen, aber in sehr unterschiedlichen Epochen angesiedelt. Frei nach des alten Johann Wolfgang von Goethes Motto: „Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen.“ Na eben!