Erstellt am 31. Mai 2016, 05:44

von Anita Kiefer

Wichtige Erleichterung für die Gastronomie. Anita Kiefer über die Einigung im Parlament zur „familienhaften Mitarbeit“.

Ein bis auf den letzten Platz volles Lokal. Das Personal ist eifrig bemüht, aber kann den Gästen fast nicht gerecht werden. Diese Situation kennt jeder Gastronomie- oder Tourismusbetrieb gut. Dass Familienmitglieder in solchen Fällen einspringen und in der Stoßzeit gratis mithelfen, scheint logisch. Bisher war das in vielen Fällen aber nicht erlaubt.

Bisher fiel nur die Hilfe von Ehegatten, Kindern und in eingeschränkten Fällen auch Eltern unter die sogenannte „familienhafte Mithilfe“. Das heißt, dass diese Mithilfe nicht als Dienstverhältnis gewertet wurde. Durch einen Parlamentsbeschluss von vergangener Woche wird dieser Familienkreis nun um Eltern, Großeltern und auch Geschwister erweitert. Dies gilt unter bestimmten Voraussetzungen – etwa, wenn die Personen sich in der Pension befinden oder selbst einer voll versicherten Tätigkeit nachgehen. Künftig wird in diesen Fällen nicht von einem Dienstverhältnis ausgegangen, wenn die Familienangehörigen kurz unentgeltlich aushelfen.

Dieser Beschluss erleichtert es Gastronomie- und Tourismusbetrieben, Stoßzeiten zu überbrücken, hat rechtliche Klarheit geschaffen und die Angst vor Strafen genommen. Ein wichtiger Beschluss für diese Betriebe, die sich in der Vergangenheit auf viele gesetzliche Neuerungen einstellen mussten.