Erstellt am 15. März 2016, 06:09

von Wolfgang Wallner

Zündstoff vor dem Urnengang. Wolfgang Wallner über das Präsidenten-Duell beim NÖ-Fußballverband.

Nun haben Niederösterreichs Fußballfunktionäre doch die Wahl. Neben Amtsinhaber Ludwig Binder steigt nun völlig überraschend auch sein Vorgänger Johann Gartner in den Ring. Erst auf den letzten Drücker reichte der Ziersdorfer seine Kandidatur ein. Und sorgte schon mit diesem Schritt für viel Wirbel im Verband. Sein erstes Ziel dürfte Gartner bereits erreicht haben.

Allerdings wird’s auch dem gut vernetzten Ex-NÖFV-Boss in den verbleibenden fünf Wochen schwer fallen, die Vereine für eine Wende zu mobilisieren. Zwar gibt’s mit der Registrierkassenpflicht einen großen Aufreger in der Szene, jene können aber weder NÖ-Verband noch ÖFB im Alleingang verhindern. Dass Binder bisweilen polarisiert und sich nicht nur Freunde gemacht hat, liegt auf der Hand. Ob aber das Thema „Eigenbauspieler“ heiß genug ist, um den Präsidenten ins Wanken zu bringen, ist allerdings fraglich.

Auch wenn sich die Freude über eine mögliche Stichwahl in Verbandskreisen in Grenzen hält, wird der Fußball keinen Schaden nehmen. Funktionäre können durchaus verschiedene Meinungen vertreten, müssen nicht „im Gleichschritt“ marschieren. So viel Demokratie muss der Verband vertragen.