Erstellt am 10. Dezember 2015, 11:23

von Anita Kiefer

58 Millionen erwirtschaftet. Der NÖ Generationenfonds erzielte eine Rendite von 2,5 Prozent.

 |  NOEN, Symbolbild

2,6 Milliarden Euro, so groß ist der Kapitalstock der Veranlagungen des Landes NÖ, des so genannten NÖ Generationenfonds, per 31. Oktober. An diesem Tag endete das Geschäftsjahr 2014/15. Und in diesem erzielte man nach Abzug aller Kosten eine Rendite von 2,5 Prozent – und damit einen Ertrag von 58 Millionen Euro.

Auch das Durchschnittsrating habe sich von BBB auf A- verbessert, so der für Finanzen zuständige Landeshauptmannstellvertreter Wolfgang Sobotka (VP). Und: „Es zeigt sich, dass die Strategie, die wir eingeschlagen haben, eine sehr gute war.“ Der Vergleich dazu: Hätte man auf ein normales Sparbuch gesetzt, hätte man im Fünf-Jahres-Vergleich um 397 Millionen Euro weniger erwirtschaftet, sagt der Chef der Finanz- und Beteiligungsmanagement GmbH Fibeg, Johannes Kern. Sein Resümee: „Wir erfüllen im Risikobereich alle Vorgaben des NÖ Landtages, weniger Aktien, weniger Währungsrisiko und weniger Papiere ohne Rating. Gleichzeitig erfüllen wir auch die Ertragserwartungen.“

Seit dem Jahr 2002 haben die Veranlagungen des Landes einen Gewinn von insgesamt 1,08 Milliarden Euro gemacht. Seit 2010 waren es 500,8 Millionen Euro davon.

Rendite in vergangenen Jahren höher

Dass die Rendite aus dem NÖ Generationenfonds in den vergangenen Jahren höher lag – 2012 etwa bei sechs Prozent, im Vorjahr immerhin noch bei 3,6 Prozent – führt Sobotka auch auf die konservativere Veranlagungsstrategie des Landes und das tiefe Zinsniveau zurück. Erstere wurde ja 2014 vom NÖ Landtag beschlossen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr fließen neben den 58 Millionen Euro auch noch 107,7 Millionen Euro als Abschichtung in das Landesbudget – zum letzten Mal, zumindest mittelfristig. Die „strategische Ausrichtung des Fonds“ für die Zukunft sei nämlich, nur mehr Erträgnisse für das Budget herauszunehmen, die auch erwirtschaftet wurden, so Sobotka.