Erstellt am 14. November 2015, 10:49

von Daniel Lohninger

95,1 Prozent für Matthias Stadler. Bundeskanzler Werner Faymann und Infrastrukturminister Alois Stöger als Gratulanten beim SPÖ-Bezirksparteitag in St. Pölten

Matthias Stadler, Alois Stöger, Beate Raabe-Schasching, Werner Faymann, Anton Heinzl  |  NOEN, Foto: Erich Marschik

Die nach Linz-Stadt zweitgrößte SPÖ-Bezirksorganisation Österreichs hat einen neuen Chef: St. Pöltens Bürgermeister und SPÖ-Landeschef Matthias Stadler wurde mit 95,1 Prozent auch zum SPÖ-Vorsitzenden des Bezirkes St. Pölten gewählt. „Ein tolles Ergebnis“ nannte Stadler das Votum der 423 Delegierten und definierte als Ziele für die nächsten vier Jahre neben der Integration der Region Purkersdorf, die ab 2017 zum Bezirk St. Pölten gehören wird, eine weitere Öffnung der Partei an.

„Wir müssen den Spagat  zwischen dem Bewahren der Tradition und einer modernen Ausrichtung schaffen“, so Stadler. Wichtig sei auch, dass Stadt und Bezirk St. Pölten – ab 2017 eine Region mit mehr als 180.000 Einwohnern – enger zusammenwachsen und damit den gemeinsamen Interessen politisch noch mehr Nachdruck als bisher verleihen können.

Lobende Worte und Ehrung für Heinzl

Viel Lob von Bundeskanzler Werner Faymann und Infrastrukturminister Alois Stöger gab es für den scheidenden Bezirkschef Anton Heinzl, der nach fast 13 Jahren als Vorsitzender und insgesamt 34 Jahren in der Bezirksorganisation, seinen Abschied nahm. 2,6 Milliarden Euro habe der Bund alleine seit 2005 investiert, betonte Heinzl. Zu verdanken sei das vor allem der SPÖ unter Faymann: „Wir haben in der Zeit der schwarz-blauen Koalition gesehen, was mit unseren Vorschlägen aus St. Pölten passiert ist. Die sind einfach in der Rundablage gelandet.“

Er habe künftig mehr Zeit, sich als Verkehrssprecher der SPÖ auf Bundesebene einzubringen und sein Engagement für die sozialdemokratischen Antifaschisten und Freiheitskämpfer zu intensivieren.

Faymann zeichnete Heinzl mit der Großen Viktor-Adler-Plakette aus und umriss die Qualitäten des St. Pöltner Nationalrats-Abgeordneten so: „Der Toni ist einer, der anpackt, der nicht schüchtern hereinkommt, sondern so lange lästig ist, bis er hat, was er für seine Region will.“ Faymann nutzte seine Rede im TS-Werk aber auch für klare bundespolitische Ansagen, beispielsweise in Bezug auf die Flüchtlings-Situation.
 
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