Erstellt am 28. Januar 2018, 19:41

von Redaktion noen.at

Johanna Mikl-Leitner große Siegerin.

ÖVP-Spitzenkandidatin und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner  |  APA/HELMUT FOHRINGER

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner ist bei ihrem ersten Antreten als ÖVP-Spitzenkandidatin bei der niederösterreichischen Landtagswahl als große Siegerin hervorgegangen. 45 Prozent wären "sensationell", hatte sie im Vorfeld gesagt - geworden sind es laut ersten Hochrechnungen knapp 50 Prozent (2013: 50,8 Prozent). Damit gelang ihr die Verteidigung der absoluten Mandatsmehrheit.

Als Nachfolgerin von Langzeit-Landeshauptmann Erwin Pröll im April 2017 gewählt, hatte die vormalige Innenministerin und LH-Stellvertreterin nur wenige Monate Zeit, sich einen Amtsbonus aufzubauen. Und sie ging mit Verve an die neue Aufgabe heran. Drei Tage nach ihrer Kür zur Landeshauptfrau hielt sie die erste Arbeitsklausur des ÖVP-Regierungsteams ab, startete eine Digitalisierungsoffensive und ließ ein Demokratiepaket ausarbeiten, das unter anderem die Stärkung der Minderheitenrechte im Landtag beinhaltete.

Stets betonte Mikl-Leitner auch ihren Stil des "Miteinander". Im mit drei Wochen "kürzesten Wahlkampf aller Zeiten" unterließ sie in TV-Konfrontationen mit den - allesamt neuen - Protagonisten der Mitbewerber jegliche scharfen Töne. In der finalen Aufregung rund um Vorwürfe im Zusammenhang mit einem NS-verherrlichenden, antisemitischen und rassistischen Liederbuch der Burschenschaft Germania zu Wiener Neustadt, der FPÖ-Spitzenkandidat Udo Landbauer angehört hat, forderte sie eine "ganz klare Distanzierung".