Erstellt am 23. September 2016, 11:36

Anti-Atomkraft-Stellungnahme: Frist endet heute! . Umweltlandesrat Stephan Pernkopf ruft Niederösterreichs Bürger und Gemeinden auf, die Stellungnahme gegen den Ausbau des tschechischen Atomkraftwerks zu unterstützen. Die Frist endet heute, 23. September, um 16 Uhr!

APA/ANDREAS TROESCHER

Heuer wurde zu  Beginn des Sommers bekannt, dass Tschechien das AKW Dukovany um zwei neue Atomreaktoren ausbauen möchte. Dazu hat die Betreiberfirma CEZ die Umweltverträglichkeitsprüfung beim tschechischen Umweltministerium beantragt. „Diese Ausbaupläne sind aufs Schärfste abzulehnen“, bringt Umwelt-Landesrat Stephan Pernkopf die Haltung des Landes im Zuge des Verfahrens klar zum Ausdruck.

Anti-Atomkoordinator Christoph Urbanek und Umwelt-Landesrat Stephan Pernkopf  |  NLK Reinberger

„Die Atomkraft in ein nicht beherrschbares Sicherheitsrisiko“, betont  Pernkopf, der für einen Komplettausstieg aus der „gefährlichen Atomkraft“ plädiert. Wie Niederösterreich vorzeigt, funktioniert auch die vollständige Versorgung mit erneuerbarer Energie. Der Landesrat hat nun eine ausführliche Stellungnahme vorbereitet, mit der die Sicherheitsbedenken des Landes schwarz auf weiß dokumentiert sind: Zum einen ist Niederösterreich aufgrund der  der geringen Entfernung  -  das AKW Dukovany liegt  nur 32 km von der Landesgrenze entfernt ­- direkt betroffen. Zudem anderen sind die Sicherheitsreserven bei Erdbeben nach wie vor zu gering, wie bei den  europäischen Stress-Tests nach der Atomkatastrophe in  Fukushima 2011 festgestellt worden ist. 

Schaden hätte weitreichende Folgen

„Ein  Schaden im AKW Dukovany hätte grenzüberschreitende und weitreichende Folgen“, ergänzt Niederösterreichs Anti-Atomkoordinator Christoph Urbanek.

Daher steht ab heute die Stellungnahme des Landes auch allen Gemeinden und Bürgern auf www.energiebewegung.at bzw. auf  der Landes-Website www.noel.gv.at  zur Verfügung und kann bis 23. September unterschrieben werden.  Alle bis dahin eingelangten Stellungnahmen bzw. Unterschriften werde man gesammelt den tschechischen Behörden übermitteln. Pernkopf erwartet sich dadurch „eine breiten Aufstand gegen den Ausbau der Atomkraft vor unserer Haustür“ und „ein kräftiges Signal für die europäische Energiewende“.

Anti-Atomkoordinator Christoph Urbanek und Umwelt-Landesrat Stephan Pernkopf  |  NLK Reinberger