Erstellt am 13. April 2017, 13:01

von APA Red

NÖ und Sachsen wollen Kooperationen verstärken. Niederösterreichs künftige Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) ist am Donnerstag in St. Pölten zu einem Arbeitsgespräch mit Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) zusammengetroffen.

Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner mit dem Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen, Stanislaw Tillich.
 
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Die seit vielen Jahren exzellente Zusammenarbeit soll weiter verstärkt werden, sprachen beide im Anschluss vor Journalisten u.a. vom Anliegen der Stärkung des ländlichen Raums.

Mikl-Leitner verwies auf die geschichtlich-geografischen Gemeinsamkeiten: sowohl der deutsche Freistaat als auch das ungefähr gleich große Bundesland seien über Jahrzehnte durch den Eisernen Vorhang von den östlichen Nachbarn getrennt gewesen. Sachsen habe sich erfolgreich zu einem Industrie-, Wirtschafts- und Forschungsland entwickelt.

Austausch, Wissenstransfer und Kooperationen seien wichtig, auch um auf europäischer Ebene eine starke Stimme für die Regionen zu sein. Es brauche Antworten auf neue Herausforderungen, nannte die LH-Stellvertreterin das Stichwort Digitalisierung. Sie verwies weiters darauf, dass es in enger Allianz gelungen sei, das Thema Dorferneuerung als Initiative auf europäischer Ebene zu institutionalisieren.

Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner mit dem Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen, Stanislaw Tillich.
 
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"Europa ist da, wo die Menschen zuhause sind", Politik werde in den Gemeinden und Ländern mit den Menschen gemacht, betonte Tillich. Die Dorferneuerung, Kunst, Kultur und Wissenschaft hätten dazu beigetragen, dass in Niederösterreich ein gesundes Selbstbewusstsein entstanden sei. Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) hatte am gestrigen Mittwoch - eine Woche vor der Amtsübergabe an seine Nachfolgerin - Tillich das "Goldene Komturkreuz mit dem Stern des Ehrenzeichens für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich" überreicht.

An konkreten Projekten wurde laut Mikl-Leitner besprochen, im wirtschaftspolitischen Bereich die Betriebsansiedlungsagenturen zu vernetzen. In der Schulpolitik gehe es um das Thema Matura mit Lehre, um Konzepte für die duale Ausbildung auf den Weg zu bringen, im Gesundheitswesen um Kostendämpfung bei gleichzeitig bestmöglicher Versorgung sowie um die Weiterentwicklung der Kliniken und ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum.

Gemeinsame Besichtigung der telefonischen Gesundheitsberatung.
 
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