Erstellt am 08. September 2015, 14:54

Asyl: Bischof Küng bittet Pfarren um weitere Hilfe. In Sachen Flüchtlingshilfe ruft Bischof Klaus Küng die Pfarren der Diözese St. Pölten zu weiterem Engagement auf.

Bischof Klaus Küng: „Die Familie ist kein Auslaufmodell.“  |  NOEN, ERICH MARSCHIK
Er bitte alle, zu überlegen, "welche bis jetzt ungenützten Hilfsangebote infrage kämen und welche Möglichkeiten sofort umsetzbar sind". Zugleich dankte der Bischof den Pfarren in einem Brief für die bisherigen Bemühungen nach seinem ersten Aufruf vor einigen Wochen.

Die großen Probleme könnten zwar von uns nicht gelöst werden, so Küng, "aber wir können und müssen Nächstenliebe üben". Er sei davon "überzeugt, dass wir noch wachsen können und müssen", dies sei ein "Ruf der Stunde".

Laut Kathpress werden aktuell von mehr als 30 pfarrlichen Gruppen in der Diözese rund 250 Menschen (vorwiegend Asylberechtigte) aktiv begleitet und betreut. Darüber hinaus seien rund 15 Pfarren in der Unterstützung von knapp 300 Asylwerbern in Quartieren der Grundversorgung aktiv. In acht Pfarrhöfen und in von Pfarren angemieteten Wohnungen sind zahlreiche Flüchtlinge, vor allem Familien, untergebracht.

Derzeit gebe es in mehr als 15 Pfarren konkrete Vorbereitungen, um in der Flüchtlingsarbeit aktiv zu werden. Im Stephansheim in Horn werden bis zu 100 Flüchtlinge untergebracht, die von der Caritas betreut werden. Auch im Bischofshaus in St. Pölten wohnen elf Flüchtlinge, eine weitere Wohnung am Domplatz wurde für Flüchtlinge adaptiert.