Erstellt am 23. Januar 2018, 18:15

von APA Red

Kurz verurteilt "widerwärtige" Liedtexte der Germania. Bundeskanzler und ÖVP-Chef Sebastian Kurz hat am Dienstagabend auf Twitter auf die Vorwürfe gegen den niederösterreichischen FPÖ-Spitzenkandidaten Udo Landbauer reagiert.

ÖVP-Chef Sebastian Kurz  |  APA

"Die publik gewordenen Liedtexte der Germania sind rassistisch, antisemitisch und absolut widerwärtig", erklärte Kurz, Koalitionspartner der FPÖ auf Bundesebene, auf Twitter. Dafür dürfe es in Österreich keinen Platz geben.

"Es braucht daher volle Aufklärung und die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden", forderte der Kanzler weiters. In einer aktuellen Ausgabe von einem Liederbuch der Burschenschaft werde der Judenmord und das Naziregime verherrlicht. Landbauer selbst hatte zuvor in einer Aussendung bekannt gegeben, dass er seine Mitgliedschaft im Bund "Germania zu Wiener Neustadt" ruhend stellt und die Einsetzung einer "Untersuchungskommission mit allen auch rechtlichen Konsequenzen" fordert.

Auch SPÖ-Chef Christian Kern meldete sich auf Twitter zu der Causa zu Wort und kritisierte: "Während Landbauer/FPÖ im Verdacht der Verhetzung und Wiederbetätigung steht, teilt Strache (Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, Anm.) Landbauers Werbevideo auf FB." "Diesmal geht sich, 'da war ich ja noch gar nicht auf der Welt', nicht mehr aus.", meinte Kern weiters.