Erstellt am 11. Februar 2016, 16:26

von Carina Rambauske

Aus für „blutiges Vergnügen“?. „Tierschutz und Jagd – beides ist vereinbar. Gatterjagd jedoch ist Tierquälerei und hat nichts mit dem Jagdwesen zu tun“, fordert Madeleine Petrovic, Abgeordnete der Grünen im NÖ Landtag, ein Verbot für Gatterjagden in Niederösterreich und legt einen Gesetzesentwurf vor.

Madeleine Petrovic, Abgeordnete der Grünen im NÖ Landtag, und Helga Krismer, Klubobfrau der Grünen im NÖ Landtag, fordern das Verbot für Gatterjagden.  |  NOEN, Rambauske
Innerhalb von zwei Jahren ab Inkrafttreten dieser Regelung sollen die 74 Gatter, die es in Niederösterreich noch gibt, aufgelöst werden.

„Es ist typisch für Niederösterreich, dass man etwas anstehen lässt“, ärgert sich Petrovic, dass bis jetzt diesbezüglich zu wenig getan wurde. Deshalb wollen die Grünen jetzt Nägel mit Köpfen machen. „Unser Antrag ist einer mit Augenmaß!“, ist sie überzeugt, dass mit dem Aus dieses „blutigen Vergnügens“, wie Petrovic formuliert, dem Wunsch vieler Niederösterreicher nachgegangen wird. Und auch dem einiger Jäger: „Jene, die für eine ökologische Jagd stehen, genieren sich und wollen ein neues Image für die Jagd“, weiß Helga Krismer, Klubobfrau der Grünen im NÖ Landtag. 

Außerdem fordern die Grünen ein Verbot des Abschusses jagdlicher Waffen im Ortsgebiet, bei Sport- und Freizeitanlagen sowie in einem Umkreis von 500 Metern. Dadurch soll ein höherer Schutz für Haustiere mit Freigang gegeben sein.