Erstellt am 04. April 2017, 01:52

von Walter Fahrnberger

Schüler haben sich in Deutsch verbessert. Niederösterreichs Schüler der 8. Schulstufe liegen beim Lesen und Schreiben über dem österreichischen Durchschnitt.

14.127 Schüler der 8. Schulstufe wurden im Vorjahr auf ihre Fähigkeiten in Deutsch überprüft. Das in der Vorwoche präsentierte Ergebnis zeigt eine Verbesserung. Im Mai stehen die Matheprüfungen an.  |  Weingartner

Eines vorweg. Für die heimischen Schüler gibt es in Deutsch noch Luft nach oben. Jeder Sechste hat in der 8. Schulstufe Probleme beim Lesen einfacher Texte. Das hat die Erhebung der Bildungsstandards in Deutsch ergeben. Im Frühjahr 2016 wurden diese Tests österreichweit bei 73.000 Schülern der vierten Klasse in der Neuen Mittelschule (NMS), Hauptschule und AHS- Unterstufe in den Kompetenzbereichen Lesen, Schreiben, Sprachbewusstsein und Zuhören durchgeführt.

"Liegen über dem bundesweiten Durchschnitt"

Die in der Vorwoche präsentierten Ergebnisse zeigen aber auch eine Verbesserung gegenüber der letzten Überprüfung vor vier Jahren. Noch erfreulicher ist die Entwicklung der 14.127 überprüften Schüler in Niederösterreich. Sie liegen in allen Teilbereichen über dem bundesweiten Durchschnitt. „Das ist bemerkenswert, weil die Rahmenbedingungen mit den vielen Flüchtlingskindern in den Klassen für die Pädagogen sehr herausfordernd sind“, so Johann Heuras, Präsident des Landesschulrates. Für Heuras ist vor allem der Einsatz der Pädagogen für dieses verbesserte Ergebnis verantwortlich.

Auch die Deutsch- & Leseinitiativen von Land NÖ und Landesschulrat haben ihre Wirkung nicht verfehlt. Dennoch ist Heuras mit dem vom Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) durchgeführten Test nicht restlos glücklich: „Dass die Ergebnisse erst ein dreiviertel Jahr später veröffentlicht werden, bringt den Schülern wenig, weil sie danach schon die Schule verlassen haben.“ Dafür hofft Heuras, dass die Schulen aus den jeweiligen Ergebnissen ihre Konsequenzen ziehen.