Erstellt am 09. November 2015, 10:48

Bischöfe beraten über Familiensynode und Flüchtlingssituation. Österreichs Bischöfe tagen bis Donnerstag im Salzburger Stift Michaelbeuern.

Mitglieder der Bischofskonferenz bei VP-Außenminister Sebastian Kurz (r.). Im Bild: Kardinal Christoph Schönborn (Wien), Ludwig Schwarz (Linz), Manfred Scheuer (Innsbruck), Klaus Küng (St. Pölten), Franz Lackner (Salzburg), Abt Anselm van der Linde (Wettingen-Mehrerau), Anton Leichtfried (St. Pölten), Benno Elbs (Feldkirch), Anton Zsifkovics (Eisenstadt) und Stephan Turnovszky (Wien).  |  NOEN, Rupprecht@kathbild.at
Unter dem Vorsitz von Kardinal Christoph Schönborn hat heute  die Vollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz im Salzburger Stift Michaelbeuern begonnen. Die Hauptthemen der viertägigen bischöflichen Beratungen weisen diesmal starke Bezüge zu inhaltlichen Schwerpunkte auf, die Papst Franziskus in seinem Pontifikat setzt: Behandelt werden die Ergebnisse der Familiensynode genauso wie die Flüchtlingssituation und die Umwelt-Enzyklika "Laudato si", erklärte Generalsekretär der Bischofskonferenz, Peter Schipka, im Interview mit "Kathpress". Im Rahmen ihres Studientages werden sich die Bischöfe mit konkreten Möglichkeiten der Umsetzung der Enzyklika im Blick auf Ökologie und globale Gerechtigkeit befassen.
 
Im Zusammenhang mit Familienthemen werden sich die Bischöfe bei der bis Donnerstag dauernden Tagung auch mit dem jüngsten päpstlichen Dokument zur Vereinfachung von Ehenichtigkeitsverfahren befassen. Kardinal Schönborn und Bischof Benno Elbs werden u.a. dazu ihre Erfahrungen als Teilnehmer an der kürzlich zu Ende gegangenen Familiensynode einbringen.
 
Ein weiterer wichtiger Punkt der Beratungen wird die Flüchtlingssituation sein. Seit der letzten Vollversammlung der Bischöfe im Juni hat die Kirche ihre Hilfe für Flüchtlinge verstärkt und dazu in allen Diözesen Koordinatoren für Flüchtlingsquartiere eingesetzt. Seither wurde die Hilfe weiter ausgebaut, sodass derzeit rund 6.000 Asylwerber in einem Grundversorgungsquartier der kirchlichen Caritas untergebracht sowie weitere 15.000 von dieser mobil betreut werden. Somit wird derzeit jeder Dritte Asylwerber von der Caritas betreut, die sich dabei auf das kirchliche Netz von Pfarren, Diözesen und Ordensgemeinschaften stützen kann.