Erstellt am 04. November 2015, 05:47

von Anita Kiefer

Breitband: Gute Chancen auf EU-Geld. VP-Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav traf in Brüssel den EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft, Günther Oettinger.

VP-Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav traf im Zuge ihrer Delegationsreise nach Brüssel EU-Kommissar Günther Oettinger.  |  NOEN, Alain Bienenstock

Niederösterreichs Chancen stehen gut, Gelder von der Europäischen Investitionsbank für den Breitbandausbau zu erhalten. Das sagte Günther Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft, gegenüber VP-Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav. Diese war mit einer NÖ-Delegation nach Brüssel gereist. Bohuslav ist stolz, dass Oettinger das NÖ-Modell, nachdem Land und Gemeinden die Herstellung der Basis-Breitbandin-frastruktur im ganzen Land übernehmen werden, als „Best-Practice-Modell“ bezeichnet habe.

Oettinger halte das Modell für „sehr gut geeignet“ und „passgenau“ für ein Flächenbundesland wie NÖ. Er werde der Europäischen Investitionsbank empfehlen, es zu unterstützen.

Bis 2030 soll Breitband-Netz ausgebaut sein

Der Zeitplan des NÖ-Modells: Bis 2030 sollen jedes Unternehmen und jeder Haushalt die Möglichkeit haben, sich ans Breitband-Netz anzuschließen. Heuer werden in der Kleinregion Thayaland noch 420 Anschlussmöglichkeiten bereitgestellt. Bis 2018 sind 73.000 weitere geplant.

Insgesamt wird die Breitband-Offensive des Landes rund eine Milliarde Euro kosten. 250 Millionen Euro sollen aus Landesmitteln finanziert, der Rest fremdfinanziert werden. 2015 wurden aus Landesmitteln 6,9 Millionen Euro für den Breitbandausbau bereitgestellt. In den nächsten Jahren würden je zehn Millionen Euro investiert, so Helmut Miernicki, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur des Landes NÖ, ecoplus. Das Land hoffe auf Verdoppelung seiner Investitionen in den nächsten Jahren durch die Europäische Investitionsbank.