Erstellt am 12. Juli 2016, 15:50

von Martin Gebhart

Zentralmatura-Daten: Eltern machen Druck. Weil sie keine Daten über die Ergebnisse erhalten, bemühen die NÖ Elternvertreter nun das Auskunftspflichtgesetz.

SPÖ-Bildungsministerin Sonja Hammerschmid  |  Foto: APA

Der NÖ Landesverband der Elternvereine will es jetzt genau wissen. Zu sehr ist man verärgert, dass das Bildungsministerium die Anfragen um Daten rund um die Zentralmatura einfach an sich abprallen hat lassen. Zwar wurde zuletzt ein Bundesländervergleich veröffentlicht. Für die NÖ Elternvertreter sind das aber unbrauchbare Daten. Sie wollen die Zahlen bis auf die Standorte heruntergebrochen und bemühen dazu jetzt das Auskunftspflichtgesetz. Ein bislang einmaliger Vorgang.

In einem Schreiben an SPÖ-Bildungsministerin Sonja Hammerschmid wurde offiziell das Auskunftsbegehren gestellt. Konkret will der Landesverband in tabellarischer Form die Daten zur jeweiligen Schule, aufgegliedert in weibliche und männliche Matura-Kandidaten.

Hammerschmid sucht Gespräch mit Elternvertretern

Der entscheidende Punkt des Schreibens, das Landesobmann Franz Schaupmann unterzeichnet hat: „In eventu wird ausdrücklich eine bescheidmäßige Erledigung im Sinne des § 4 des Auskunftspflichtgesetzes beantragt.“ Ein Bescheid des Ministeriums würde dazu führen, dass dieser bis zum Höchstgericht bekämpft werden kann.

Dass dieser Schritt dem Bildungsministerium nicht wirklich angenehm ist, zeigt die Tatsache, dass Bildungsministerin Sonja Hammerschmid noch im Juli ein persönliches Gespräch mit Vertretern des NÖ Landesverbandes der Elternvereine führen will. Dazu wurden telefonisch auch gleich vier Termine angeboten.

Eines ist klar: Sollten die NÖ Elternvertreter mit ihrem Schritt durchkommen, dann muss das Bildungsministerium künftig mit den Daten, die alljährlich mit enormen finanziellen Aufwand erhoben werden, viel transparenter umgehen.