Erstellt am 22. Dezember 2015, 05:08

von Martin Gebhart

Bundespräsident: Erwin Pröll hätte Nase vorne. Institut Sozab hat die Niederösterreicher abgefragt. M&R-Institut die Chancen bei der möglichen Stichwahl.

Erwin Pröll  |  NOEN, Daniel Lohninger
Irmgard Griss hat sich als erste deklariert, dass sie bei der Bundespräsidentenwahl im kommenden Jahr als unabhängige Kandidatin antreten will und wird. Bei den Parteien werden die Namen wohl erst nach dem Jahreswechsel aufgedeckt.

Dennoch gibt es bereits einige Umfragen, die die Chancen möglicher Kandidaten von SPÖ, ÖVP und auch den Grünen ausloten. Bei zwei ganz großen Umfragen liegt dabei NÖ Landeshauptmann Erwin Pröll (VP) immer an der Spitze.

x  |  NOEN, Bischof

52 Prozent in Niederösterreich

Im September hatte das Institut Sozab (Soziologische Analysen und Beratung) in Amstetten eine große NÖ Umfrage durchgeführt. Mit immerhin 1.500 Befragten. In seinem Heimatbundesland Niederösterreich würde Erwin Pröll dabei auf 52 Prozent kommen.

Der mögliche Grünen-Kandidat Alexander Van der Bellen müsste sich laut Umfrage mit 26 Prozent zufrieden geben, SPÖ-Mann Minister Rudolf Hundstorfer gar nur mit 15 Prozent. Irmgard Griss war zu diesem Zeitpunkt in der Umfrage gar nicht aufgeschlagen. Das Spannende daran: Selbst bei den SPÖ-Wählern würde Pröll mit Hundstorfer Kopf an Kopf liegen. Im Wiener Umland wiederum könnte Van der Bellen den Landeshauptmann sogar überholen.

Sogar Stichwahl wurde bereits abgefragt

Vom M&R-Institut wiederum liegt eine Umfrage vor, bei der bereits eine Stichwahl abgefragt wurde. Gemäß der Annahme, dass so viele Kandidaten diesmal antreten, dass es zu einem zweiten Durchgang kommen muss. Demnach hätte Erwin Pröll gegenüber Rudolf Hundstorfer klar die Nase vorne (43 zu 32,6 Prozent).

Zwischen Pröll und Grünen-Kandidat Alexander Van der Bellen wäre es ähnlich (46,4 zu 34,5 Prozent). Etwas knapper das Duell zwischen Pröll und Irmgard Griss. Da würde der NÖ Landeshauptmann mit 40,1 zu 35 Prozent die Nase vorne haben.

Zum Thema

Die Umfrage zur Stichwahl wurde vom M&R-Institut vom 27. 11. bis 3. 12. durchgeführt. Eine bundesweite Telefonumfrage mit 1.000 Interviews.

Die Umfrage des Amstettner Instituts Sozab (Soziologische Analysen und Beratung) wurde im September telefonisch durchgeführt. Rund 1.500 Personen nur in Niederösterreich.