Erstellt am 02. Februar 2016, 05:48

von Martin Gebhart

Wahlkampf: Was passiert in NÖ?. Landesparteien bereiten Unterstützung für ihre Kandidaten vor. Großveranstaltungen sind kaum dabei.

Andreas Khol (ÖVP) mit Landeshauptmann Pröll und Landesgeschäftsführer Ebner in St. Pölten  |  NOEN, Erich Marschik

Mit dem FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer ist jetzt jenes Quintett fix, dass bei der Bundespräsidentenwahl am 24. April eine entscheidende Rolle spielen wird. Die Landesparteien bereiten sich bereits auf einen intensiven Wahlkampf vor, weil Niederösterreich eine entscheidende Rolle spielen wird, wenn es darum geht, in die entscheidende Stichwahl zu kommen.

Bei der FPÖ wurde man vergangenen Donnerstag mit der Kandidatur des Burgenländers Norbert Hofer und der Nicht-Kandidatur von Ursula Stenzel doch etwas überrascht. Noch am Mittwoch war FPÖ-Klubobmann Gottfried Waldhäusl überzeugt gewesen, dass Stenzel ins Rennen geht. Als Norbert Hofer fixiert war, erklärte FP-Landesparteiobmann Walter Rosenkranz: „Norbert Hofer war immer der Wunschkandidat der FPÖ, von HC Strache über die Landesgruppen bis hin zur Parteibasis.“ Dass man einen Tag davor noch mit Ursula Stenzel gerechnet hatte, erklärte FPÖ-Landesparteisprecher Christian Hafenecker so: Man habe mit Hofer nicht mehr gerechnet, weil diese lange Zeit eine Kandidatur ausgeschlossen habe. Jetzt würden aber intensiv die Wahlkampfauftritte in NÖ geplant werden.

Andreas Khol bei Landeshauptmann Pröll

Volle Unterstützung wurde in der Vorwoche ÖVP-Kandidaten Andreas Khol in St. Pölten versichert. Dieser traf zu einem Arbeitsgespräch mit Landeshauptmann Erwin Pröll und Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner zusammen. Khol wurde die „geballte Schlagkraft“ der NÖ Volkspartei im Wahlkampf zugesichert. Ebner: „Wir werden uns als Organisation intensiv und geschlossen in den Wahlkampf einbringen.“ Und Erwin Pröll attestierte Khol, dass dieser „in seiner politischen Laufbahn stets Durchsetzungsfähigkeit bewiesen, eine fundierte und klare Linie vorgegeben“ habe. Die Wahlkampfeinsatztage in NÖ werden derzeit mit der Bundespartei abgeklärt. Fix ist, dass Andreas Kohl beim politischen Aschermittwoch der Jungen ÖVP Gast sein wird.

Ein Einsatzplan wird derzeit auch von der SPÖ-Landespartei für Kandidat Rudolf Hundstorfer erarbeitet. Landesgeschäftsführer Robert Laimer: „Niederösterreich wird eine zentrale Rolle spielen.“ Nicht nur, weil Hundstorfer im Bezirk Scheibbs einen Zweitwohnsitz besitzt. Einen Auftritt hat der SPÖ-Kandidat schon hinter sich – beim SPÖ-Ball in Wiener Neustadt.

Für Alexander Van der Bellen werden die NÖ Grünen im April ein großes Event organisieren, so Landesgeschäftsführer Hikmet Arslan. Der Rest laufe über einen Verein, da er als unabhängiger Kandidat antrete.

Ob und was die parteilose Kandidatin Irmgard Griss in Niederösterreich machen wird, ist noch unklar.