Erstellt am 22. Mai 2016, 07:59

von APA/Red

Die Stichwahl beginnt: erste Wahllokale offen. Die ersten Wähler können ihre Stimmen für Norbert Hofer (FPÖ) oder Alexander Van der Bellen (Grüne) schon abgeben. Einige wenige Wahllokale haben bereits seit 6.00 Uhr ihre Pforten geöffnet - in Euratsfeld und Wiener Neustadt (NÖ) sowie in Rum in Tirol.

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Die meisten der insgesamt 10.500 Wahllokale sperren zwischen 7.00 und 8.00 Uhr auf. Geschlossen werden die letzten um 17.00 Uhr.

Erst dann dürfen erste Ergebnisse und Hochrechnungen veröffentlicht werden. Das vorläufige Endergebnis wird wie üblich rund um 19.30 Uhr erwartet. Aber es ist gut möglich, dass dann noch nicht feststeht, wer Heinz Fischer in der Hofburg nachfolgt.

Wahlkarten sorgen für Spannung

Denn es wurden fast 900.000 Wahlkarten ausgestellt - das entspricht beinahe 14 Prozent der 6,382.507 Wahlberechtigten. Somit könnten die Briefwähler - deren Stimmen am Montag ausgezählt werden - den Ausschlag geben. Nämlich dann, wenn Hofer knapp über und Van der Bellen damit knapp unter 50 Prozent liegt.

Im ersten Wahlgang stand Van der Bellen nach der Briefwahlauszählung um 0,9 Prozentpunkte besser und Hofer um 1,3 Punkte schlechter da als am Wahlsonntag. Mit 35,1 Prozent vom 24. April ist Hofer aber klarer Favorit vor Van der Bellen mit 21,3 Prozent.

Die Bewerber von SPÖ und ÖVP, Rudolf Hundstorfer und Andreas Khol, landeten mit etwas über elf Prozent weit abgeschlagen noch hinter der parteifreien Irmgard Griss (18,9 Prozent). Damit ist jetzt schon klar, dass der nächste Bundespräsident der erste in Österreich wird, den nicht SPÖ oder ÖVP ins Rennen geschickt haben.

6,382.507 Österreicher wahlberechtigt

Zur Wahl aufgerufen sind die 6,382.507 Österreicher, die schon am 24. April wahlberechtigt waren - also spätestens am Tag des ersten Wahlganges 16 Jahre alt wurden. Ein guter Teil von ihnen dürfte bereits gewählt haben; seit 3. Mai konnte bereits per Briefwahl abgestimmt werden. Mit dem Rekord-Interesse an Wahlkarten kann man - auch wenn dies zum Teil dem guten Mai-Wetter geschuldet sein dürfte - auch erwarten, dass die Wahlbeteiligung in der Stichwahl zumindest gleich hoch wie im ersten Wahlgang (68,5 Prozent) ausfällt.

In die Hofburg einziehen wird der nächste Bundespräsident erst am 8. Juli. Dann wird er von der Bundesversammlung angelobt - und Heinz Fischer nach den (maximal erlaubten) zwei Amtsperioden von je sechs Jahren verabschiedet.