Erstellt am 14. April 2016, 15:04

von APA/Red

e-Mobilitätsförderung: Bund stößt Land NÖ auf. Von einer Änderung der e-Mobilitätsförderung des Bundes für Unternehmen hat am Donnerstag die niederösterreichische Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav (ÖVP) berichtet.

VP-Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav  |  NOEN, J. BurchhartFoto: NLK/Burchhart

Statt wie bisher den Ankauf von reinen e-PKW zu unterstützen, sei die Bundes-Förderung zunächst von 4.000 auf 3.000 Euro gekürzt und in einem zweiten Schritt eingestellt worden.

Das schade der Entwicklung der e-Mobilität in Österreich enorm, betonte Bohuslav in einer Aussendung. "Wir erwarten uns, dass der Bund die Förderung wie bisher fortsetzt." Die Einstellung sei erfolgt, weil das Förderungsbudget ausgeschöpft sei, hieß es im Büro der Landesrätin.

Bohuslav sprach von einem "Angriff des Bundes auf die positive Entwicklung der e-Mobilität in Österreich. Bei den verantwortlichen Stellen muss rasch ein Umdenken einsetzen, sonst werden die bisherigen Anstrengungen konterkariert". Bohuslav kündigte gleichzeitig an, dass Niederösterreich den eingeschlagenen Weg fortsetzen werde.

"Anstrengungen konterkariert"

"Bisher haben wir im Rahmen einer Anschlussförderung an den Bund unterstützt. Sollte die Bundesförderung wirklich dauerhaft eingestellt werden, wird das Wirtschaftsressort seine e-Mobil Förderung von einer Anschlussförderung in eine Landesförderung umwandeln.

Wir stehen zu unserem Wort und werden wie bisher die Unternehmen mit 1.000 Euro beim Ankauf von reinen Elektroautos fördern. Die notwendigen Änderungen der Förderrichtlinien sind vorsorglich schon in Vorbereitung", erläuterte Bohuslav. Sie verwies zudem auf das Ziel, dass in Niederösterreich im Jahr 2020 fünf Prozent aller zugelassen Pkw elektrisch angetrieben sein sollen.