Erstellt am 11. Oktober 2016, 06:00

Mehr Lohngerechtigkeit für Frauen. Die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen wurde wieder heiß diskutiert. Problem Altersarmut.

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Am 9. Oktober war „Equal Pay Day“. Von da an arbeiten Niederösterreichs Frauen statistisch gesehen bis Jahresende gratis. Aus diesem Anlass wurde auch wieder mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern gefordert. Fast jede zweite Österreicherin arbeitet in Teilzeit. Das bedeutet weniger Gehalt.

Aufwertung von frauendominierten Berufen

Für viele sei Teilzeit aber wegen fehlender Betreuungsplätze eine Notwendigkeit, um Beruf und Familie zu vereinbaren, so Elvira Schmidt, SPÖ-Landesfrauenvorsitzende. So soll das Angebot an ganztägigen Schulen erweitert werden. SPÖ-Landesparteivorsitzender Matthias Stadler will frauendominierte Berufe aufwerten, um Lohnlücken zu schließen: „Wie viel ist uns die Arbeit von Erzieherinnen, Krankenpflegerinnen oder Altenpflegerinnen wert?“

Frauen stark von Altersarmut betroffen

Mit den Vertreterinnen der vielen Frauenberatungsstellen traf sich anlässlich des „Equal Pay Days“ VP-Landesrätin Barbara Schwarz. Sie wies auf die Auswirkungen bei der Pensionsanrechnung hin, weswegen speziell Frauen stark von Altersarmut betroffen sind.

Schwarz hält eine fundierte Ausbildung und das Ergreifen eines Berufes als eine „absolute Muss-Voraussetzung“ für eine finanzielle Absicherung in späteren Jahren. Deswegen sollten die Frauen auch im Hinblick darauf das Angebot der insgesamt zehn Frauenberatungsstellen mit sieben Außenstellen in NÖ annehmen.