Erstellt am 26. Januar 2016, 05:43

von NÖN Redaktion

Morddrohung gegen Erwin Pröll. Ein Oberösterreicher als Verfasser ausgeforscht. Er wurde auf freiem Fuß angezeigt.

Erwin Pröll: Morddrohung per Brief erhalten.  |  NOEN, NLK Johann Pfeiffer

In einem Brief war ihm ein „schneller Tod“ angekündigt worden. Beigelegt war ein Kommentar gegen ihn, den Anneliese Rohrer in der Tageszeitung „Die Presse“ veröffentlicht hatte. Die Morddrohung hatte ÖVP-Landeshauptmann Erwin Pröll vor einigen Tagen erhalten. Der Verfasser, ein 60-jähriger Oberösterreicher, war allerdings rasch ausgeforscht.

Wegen des handschriftlichen Drohschreibens war das Landesamt für Verfassungsschutz eingeschaltet worden, das den Täter rasch ausfindig gemacht hatte. Gegen den Mann wurde ein Strafantrag eingebracht. Dem bisher unbescholtenen Oberösterreicher wird gefährliche Drohung zur Last gelegt. Ihm drohen bis zu drei Jahre Haft. Er ist auf freiem Fuß. Als Motiv nannte der Mann, das ihn besagter Zeitungsartikel dazu animiert hätte.

Prölls Pressesprecher Peter Kirchweger erklärte dazu, dass der Landeshauptmann im ersten Moment betroffen gewesen sei, er aber „in 36 Jahren im öffentlichen Leben“ mit solchen Dingen zu leben gelernt habe. Er werde sich jedoch nicht beeindrucken lassen und „weiter sagen, was er denkt, und tun, was er sagt“, so Kirchweger.