Erstellt am 21. September 2015, 09:29

von Martin Gebhart

Fazekas ist zurück. Schwechats ehemaliger Bürgermeister Hannes Fazekas wird das frei gewordene SPÖ-Nationalratsmandat annehmen.

 |  NOEN

Lange Zeit hatte Hannes Fazekas die SPÖ-Landespartei im Unklaren gelassen, ob er das durch den Rücktritt des Weinviertlers Hubert Kuzdas frei gewordene Mandat im Nationalrat annimmt oder nicht. Letztlich hat er sich entschieden, in die Politik zurückzukehren. Trotz innerparteilichen Widerstands, speziell in der Region Schwechat.

Fazekas war 2008 sogar Landesspitzenkandidat für das Parlament gewesen. 2013 landete er auf einem Listenplatz, der für einen Einzug nicht mehr reichte. Aber jetzt konnte die Partei an diesem Platz nicht vorbei. Und Fazekas ergriff die Möglichkeit zur Rückkehr, „weil ich gerne Politiker bin“. Angelobt wird er am 23. September.

Comeback mit riesigem Erfahrungsschatz

Trotz der Erfahrungen mit den finanziellen Turbulenzen rund um das Schwechater Veranstaltungszentrum Multiversum, worüber Fazekas als Bürgermeister gestolpert ist. Wobei er noch mit einem Verfahren rechnen muss. Dass er da mit einem Schlag aus seinem politischen Leben gerissen worden war, bezeichnet er heute als eine der „dunkelsten Stunden meines Lebens“. Dennoch kehrt er in die Politik zurück, „weil für jeden die Unschuldsvermutung gilt“. Und weil das nun ein riesiger Erfahrungsschatz für seine neue Polit-Tätigkeit sei.

Dass er nach der Ankündigung seiner Rückkehr in Schwechat mit einem Brief „begrüßt“ wurde, in dem ihm nahegelegt wird, doch noch auf das Mandat zu verzichten, nimmt er „gelassen“ auf. Diese Gelassenheit sei für ihn bei seiner politischen Tätigkeit ein Vorteil. Und wenn er in Schwechat zu offiziellen Terminen als Nationalratsabgeordneter nicht eingeladen werde, „dann gehe ich eben in dieser Zeit in das Wirtshaus und mache dort Politik“.

Von FPÖ-Mandatar Christian Hafenecker kam die Aufforderung, Fazekas wegen des Multiversums aus der SPÖ auszuschließen. Dessen Reaktion: Das sei erbärmlich, weil auch gegen FPÖ-Mandatare Verfahren laufen würden.

NÖN.at berichtete: