Erstellt am 19. Oktober 2015, 13:05

von APA/Red

ÖVP Burgenland fordert Integrations-Konzept. Die ÖVP Burgenland fordert in der Flüchtlings-und Asyldebatte ein Integrations-Konzept. Klubobmann Christian Sagartz fehlt "die Planung, wie man diese Menschen integriert.

ÖVP-Klubobmann im burgenländischen Landtag: Christian Sagartz.  |  NOEN, Roland Schuller
Wir reden von kleinen Einheiten, wir reden davon, dass sich die Leute an unsere Gesellschaft - wenn man will - anpassen sollen. Wie funktioniert das?", meinte er am Montag bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt.

Neben der Forderung nach einem Konzept gab es auch Kritik für Landeshauptmann Hans Niessl und den für Asyl zuständigen Landesrat Norbert Darabos (beide SPÖ). Laut ÖVP-Landesgeschäftsführer Christoph Wolf hätten die beiden als Zuständige bisher zu wenig getan.

"Wenn man fragt, was Niessl und Darabos als Zuständige gemacht haben, fällt mir jetzt nicht viel ein, außer dass sie Nickelsdorf besucht haben und Fotos gemacht haben." Aus ÖVP-Sicht müsse man nun die ruhige Zeit - die Hallen in Nickelsdorf sind den zweiten Tag infolge leer - nutzen "und die Ressourcen, die sonst für die Flüchtlingsbetreuung eingesetzt werden, in die Verbesserung der Situation" investieren.

Für Sagartz ist die baldige Budgetrede von Finanzlandesrat Helmut Bieler (SPÖ) "die Nagelprobe". "Wir werden gespannt sein, wie er auf diese Situation, dass so viele Menschen zu uns kommen, Rücksicht nehmen wird", sagte der Klubobmann.

Er pochte weiterhin auf das von der ÖVP forcierte "Asyl auf Zeit". Darüber hinaus sei auch eine Verschärfung beim Familiennachzug unabdingbar, um tatsächlich Flüchtlinge in den Mittelpunkt zu stellen und Auswanderer aus wirtschaftlichen Gründen zurückzudrängen.