Erstellt am 23. August 2016, 06:30

von Walter Fahrnberger

„Steuern auf Gewaltspiele“. Erneuter Vorstoß vom Landesverband der Elternvereine. Mikl-Leitner winkt ab.

 |  NOEN, BilderBox

„Wer Gewalt verbreitet oder verherrlicht, soll auch einen Beitrag für die immer schwierigere Präventionsarbeit in der Kinder- und Jugenderziehung leisten“, sagt Franz Schaupmann, Vorsitzender des NÖ Landesverbands der Elternvereine. Deshalb startet er erneut einen Vorstoß für zusätzliche Steuern auf Gewaltspiele. Schaupmann fordert – ähnlich wie bei der Tabaksteuer, wo wesentliche Summen in die Krankenversicherungsträger fließen – diese Gelder zweckgebunden für Verbesserungen in der Schulinfrastruktur, Nachhilfe und den Bereich der Schulsozialarbeit einfließen zu lassen.

Vor fünf Jahren hatte der Landesverband erstmals mit dieser Forderung auf sich aufmerksam gemacht. 2014 wurde das Anliegen an die Steuerreformkommission weitergeleitet – ohne Ergebnis. Schaupmann will deshalb Gespräche mit Finanzminister Schelling und Landeshauptmannstellvertreterin Johanna Mikl-Leitner führen. Auf NÖN-Anfrage sieht Mikl-Leitner bei dem „wichtigen Thema“ den Schwerpunkt in der Bewusstseinsbildung: „Zusätzliche Steuern halte ich aber nicht für den richtigen Weg.“