St. Pölten

Update am 21. Dezember 2017, 14:35

von APA Red

NÖ-Wahl 2018: NEOS kandidieren landesweit. Die NEOS haben die nötigen Unterstützungserklärungen gesammelt und werden bei der NÖ Landtagswahl am 28. Jänner 2018 landesweit kandidieren.

 Große Freude bei den NEOS: Sie haben genug Unterstützungserklärungen gesammelt und werden am 28. Jänner bei den niederösterreichischen Landtagswahlen kandidieren. Im Bild: Helmut Hofer, Indra Collini, Edith Kollermann und Patrick Skalitzky.
 
 |  Carina Rambauske

Als Themenschwerpunkte nannte Spitzenkandidatin Indra Collini in einer Pressekonferenz am Donnerstag Nachhaltigkeit - etwa auch im Hinblick auf Schulden -, Freiheit und Kontrolle. Das Wahlkampfbudget der NEOS beträgt 400.000 Euro.

50 Unterschriften in jedem der 20 Wahlkreise waren für ein landesweites Antreten notwendig. "Wir haben es geschafft", freute sich Collini. Es werde am 28. Jänner nun in ganz Niederösterreich "eine echte, moderne Alternative zu den alteingesessenen Parteien" am Stimmzettel geben. Insgesamt wurden - u.a. auch in Begleitung von Notaren - 1.343 Unterstützungserklärungen gesammelt. Das sei "keine leichte Aufgabe", sondern eine "große Hürde" gewesen, sagte die NEOS-Listenerste in St. Pölten.

"Wir wollen ein Land frei von Abhängigkeiten, Packelei und Schulden", so Collini. Es gebe in Niederösterreich ein "dicht gewobenes Netz von Abhängigkeiten", dieses wollen die NEOS aufbrechen. "Der Schuldenrucksack wird Jahr für Jahr größer und schwerer", erklärte die Spitzenkandidatin, die Schulden des Landes "rauben unseren Kindern die Zukunft". Sie sprach sich zudem klar für die Abschaffung des Proporzes aus.

Als Wahlziele haben sich die NEOS den Einzug in den Landtag sowie das Brechen der absoluten Mehrheit der ÖVP gesetzt. "In diesem Land gibt es keine Opposition und keine echte Kontrolle", erklärte Collini. Ihre Rolle sehen die NEOS als Kontrollpartei und Reformmotor - unter dem Motto "Packelei und Willkür raus, Kontrolle rein in den Landtag".

35 Kandidaten finden sich auf der Landesliste, die heute, Donnerstag, eingereicht werde. Hinter Collini aus Brunn am Gebirge (Bezirk Mödling) folgt auf Platz zwei Helmut Hofer aus Baden, vor Edith Kollermann aus Breitenfurt (Bezirk Mödling) und dem Junos-Landesvorsitzenden Patrick Skalitzky aus Perchtoldsdorf (Bezirk Mödling). Die Liste war nach einem dreistufigen Vorwahlprozess bereits im Juni fixiert worden.

Plakate sollen ab dem 28. Dezember aufgehängt werden. Der NEOS-Wahlkampfauftakt ist für den 9. Jänner geplant.