Erstellt am 03. November 2015, 07:52

von Christine Haiderer

Checks für Lehrlinge. Weil die Jugendlichenuntersuchung der NÖGKK weniger genutzt wurde, startet neues Programm. In NÖ als erstem Bundesland.

Präsentierten das neue Programm: Arzt Rainer Bartosch (v. l.), Michaela Stitz, Leiterin ärztlicher Dienst der NÖGKK, AKNÖ-Präsident Markus Wieser, WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl und NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter.  |  NOEN, Christine Haiderer

Wollten Lehrlinge bisher die kostenlose Jugendlichenuntersuchung in Anspruch nehmen, mussten sie sich von der Arbeit abmelden und in ein NÖGKK-Servicecenter fahren. Eine große Hürde. „Nur noch 45 Prozent der eingeladenen jungen Arbeitnehmer und Lehrlinge sind gekommen“, so NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter. Daher: „Seit September läuft das neue Programm in Berufsschulen.“

VP-Bildungslandesrätin Barbara Schwarz: „Die Räumlichkeiten der Landesberufsschulen in Niederösterreich stellen im Zuge der Jugendlichenuntersuchungen eine hervorragende Plattform dar.“ Hier können sich die 15- bis 17-Jährigen einfach anmelden und hingehen, ohne zusätzliche Fahrtwege. 80 bis 90 Prozent der 12.000 Jugendlichen will man erreichen.

Probleme können auch in jungen Jahren auftreten

Dazu werden laut Wirtschaftskammer-NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl auch die Betriebe auf die Checks hinweisen. Immerhin: „Wir brauchen gut ausgebildete, motivierte und gesunde Mitarbeiter.“ Es ist wichtig, den Grundstein dafür in der Jugend zu legen. Auch wenn sich gerade Jugendliche fit und unverletzlich halten. Doch: „Ich bin überzeugt, dass jedem die Gesundheit wichtig ist“, so Arbeiterkammer-NÖ-Präsident Markus Wieser. Und die bisherigen Checks zeigen, dass auch in diesem Alter Haltungsfehler, Probleme mit der Schilddrüse, dem Blutdruck usw. auftreten.

Michaela Stitz, ärztlicher Dienst der NÖGKK: „Unser Ziel ist es, jungen gesunden Menschen mehr Chancen zu bieten auf mehr gesunde Lebensjahre.“ Was Lehrlinge beim Check erwartet? „Wir sprechen über das psychische Wohlbefinden, riskantes Sexualverhalten, Lärmbelastung, das Freizeitverhalten, Bewegung …“, so Rainer Bartosch. Sollte es nötig sein, werden weitere Untersuchungen oder Arztbesuche empfohlen.